Going Loco Down in Acapulco

Deep Fried Ice Cream

Deep Fried Ice Cream

Am Samstag ging es also ins Acapulco und es erhält nun die Ehre als erstes “Etablissement” auf Nachgeschmack reviewt zu werden.

Wenn ich Acapulco höre, denke ich immer an zwei Dinge. Als erstes an den Song von den Four Tops – siehe Titel :) – und dann erinnere ich mich dunkelst daran als Kind mehrfach einen Film mit Elvis Presley gesehen zu haben, in dem er sich auch als Klippenspringer in der mexikanischen Stadt versucht. (Danke Wikipedia!) Um von den Klippen in Acapulco zu springen muss man wahrscheinlich ähnlich lebensmüde wagemutig sein, wie die Gäste im Dubliner Acapulco, welche von der Bedienung in der oberen “Etage” platziert wurden, welche sich mehr wie ein Balkon auf Stelzen annahm. Wenn man schon eine gewisse Zeit in Irland verbracht hat und die Qualität der hiesigen Baukunst zu schätzen gelernt hat, kann man nicht anders als Bewunderung für diese furchlosen Restaurantbesucher empfinden.

Vielleicht gehört dies aber auch einfach zum mexikanischen Ambiente, welches hier ansonsten recht gelungen ist. Nachdem wir, trotz fehlender Reservierung, noch einen Tisch im sicheren Erdgeschoss zugewiesen bekommen hatten, ging es auch schon an das Erkunden der Karte.

Nach einem kurzen Studium der ausreichend vorhandenen Auswahlmöglichkeiten, entschied ich mich für “Mexican Spud Skins” als Vorspeise.

Diese gebackenen und gefüllten Pellkartoffeln (im Original: Baked potato skins filled with chilli beef and cheese with sour cream and chives) waren sehr schmackhaft und ein perfekter Vorgang, allerdings lies die Schärfe des verwendeten Chilli bereits Rückschlüsse auf das noch nicht aufgetischte Hauptgericht ziehen. Hier hatte ich mich für das “Chimichanga” entschieden ein typisches Tex-Mex Essen, welches aus einer, ebenfalls mit dem gleichen Chilli gefühlten, fritierten Weizentortilla nebst Beilagen, in diesem Fall Reis und Mais, bestand (im Original: A crisp fried flour tortilla, with chilli beef filling, melted cheese and refried beans, topped with guacamole and sour cream).

Guacamole war reichlich vorhanden und die ebenfalls als Beilage servierten Tortillachips eigneten sich hervorragend zum herunterlöffeln eben dieser vom Chimichanga. Das Chilli war in der Tat von gleicher Qualität wie bei den Pellkartoffeln, also sehr gut aber für mich persönlich nicht scharf genug. Da bin ich härteres gewöhnt, wenn es mir nicht wenigstens ansatzweise die Tränen in die Augen treibt ist es kein richtiges Chilli. ;)

Bezüglich der Beilagen hätte ich mir gewünscht, dass es hier vielleicht ebenfalls mehrere Auswahlmöglichkeiten gegeben hätte. Sowohl Reis wie auch Mais sind typisch für dieses Gericht, allerdings waren sie eher unspektakulär.

Bei beiden Gerichten hatte ich mich als ausgesprochener Chilli-Fan natürlich für selbiges als Füllung entschieden, es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass selbstverständlich auch andere zur Auswahl standen.

Als wir uns dem Ende des Mahls näherten und uns versicherten, dass noch genug Zeit blieb – aufgrund der fehlenden Reservierung stand uns der Tisch für nur zwei Stunden zur Verfügung – entschieden wir uns auch noch ein Dessert zu bestellen. Anstatt einer Karte bekamen wir die verfügbaren Nachspeisen von unserer (mexikanisch?-)asiatischen Bedienung aufgezählt. Es empfiehlt sich bereits bei der Bestellung der Hauptgänge einen Blick auf die Desserts zu werfen, da die heruntergerasselte Liste teilweise schwer zu verstehen war.

Oder man entscheided sich direkt für die fritierte Eiskrem (im Original: Deep Fried Ice Cream). Die ist die Dessert-Spezialität des Hause und ist mein Meinung nach ein Muss für Besucher des Acapulco.

Der Eiskrem Ball ist eingehüllt von einem kremigen Mix aus Butterscotch und Schokoladen Soße und hat ein knuspriges Äußeres, welche das Vanille-Eis grandios zusammenhält. Hätte ich nur die Nachspeise bewerten sollen, fünf Sterne hätten nicht ausgereicht.

Fazit:

Falls man auf der Suche nach einem mexikanischen Restaurant in Dublin ist, kann ich das Acapulco empfehlen. Ein Besuch lohnt sich einzig und allein wegen der Deep Fried Ice Cream, die in der Gesamtwertung mindestens einen halben Stern ausmacht. Aber auch das Hauptgericht hat nicht enttäuscht und die Aufmachung des Restaurants ist zufriedenstellend.

Meine Urteil lautet daher: vier Sterne. Adiós México!

Trackback URL

, ,

3 Comments on "Going Loco Down in Acapulco"

  1. Andreas
    11/01/2009 at 23:49 Permalink

    Gnahahahahahhaha!!

  2. dhoffmann@nachgeschmack
    11/01/2009 at 23:52 Permalink

    Was gibt’s hier zu lachen!? ^_^

  3. Nicolas
    12/01/2009 at 01:48 Permalink

    mhm lecker nachgeschmack jamjam…

Hi Stranger, leave a comment:

ALLOWED XHTML TAGS:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Subscribe to Comments